Erhöhung der Widerstandsfähigkeit der Stahlhallen gegen Feuer: die billigste Lösung ist die Brandschutzbeschichtung

Obwohl der Stahl eines der am wenigsten brennbare Materiale ist, erträgt er Glut ziemlich schlecht und seine mechanische Eigenschaften werden schon bei Temperaturen gegen 500 °C rapide schlechter. Eine Stahlhalle wird deswegen nicht abbrennen, jedoch beim Brand wird ihre Tragfähigkeit und Stabilität ihrer Konstruktion leiden und es droht, dass das ganze Gebäude einstürzt. Es gibt einige Maßnahmen, dank den man die Widerstandsfähigkeit der Stahlhalle gegen Brand erhöhen kann. Eine davon ist die Anwendung von einer Brandschutzbeschichtung.

Stahlhallen haben im Gegensatz zu Ziegelgebäuden viele Vorteile. Sie sind billiger, variabel, ihr Aufbau ist um vieles schneller und bei Bedarf können sie abgebaut und anderswo wieder aufgebaut werden. Einen Nachteil hat Stahl als Material im Vergleich zu Beton aber trotzdem – niedrigere Widerstandsfähigkeit gegen Feuer.

 

Brandbeständigkeit der montierten Stahlhallen

Jede kollaudierte Stahlhalle hat einen fest gestellten Wert der Feuerbelastung laut Staatsnormen. Am häufigsten handelt sich um Feuersicherheit von 15 Minuten. Bei diesen Hallen kommt es bei einem 15 Minuten dauernden Brand zur Verringerung der Fließgrenze bis auf 14 % der ursprünglichen Härte und die Konstruktion fängt an zusammen zu stürzen. Zum Glück gibt es Maßnahmen, die die Widerstandsfähigkeit der Halle gegen Glut erhöhen können. Konkret handelt sich um:

 

  • Schaffung der statischen Reserven
  • Füllung hohler Säulen mit Beton
  • Brandschützende Wandverkleidung
  • Brandschützender Putz
  • Brandschützende Untersicht
  • Brandschutzbeschichtung

 

Die letzte Maßnahme ist auch – wenn es um ihre Anwendung geht – die einfachste und fast jeden Besitzer einer montierten Halle wird es freuen, dass diese Lösung auch ökonomisch am günstigsten ist. Schauen wir uns die Problematik der Brandschutzbeschichtungen im Detail an.

 

 Wie funktionieren intumeszente Brandschutzbeschichtungen der Stahlhallen

Intumeszente, oder schäumende Brandschutzbeschichtungen werden in der letzten Zeit in der Baubranche häufig verwendet. Nach der Anwendung an den Wänden einer Stahlhalle oder an einer anderen Konstruktion beginnt bei der Temperatur von 150 °C und mehr in der Brandschutzbeschichtung eine chemische Reaktion – durch Dehydratation der Polyalkohole kommt es zum Aufquellen in eine Schicht vom feuerfesten Schaum. Das Volumen der ursprünglichen Beschichtung erhöht sich dadurch sogar fünfzigmal. Dieser Schaum schützt dann die Stahlkonstruktion vor der Glut und verlängert ihre Widerstandsfähigkeit gegen die Flammen.

 

Anwendung der Brandschutzbeschichtung

Die Brandschutzbeschichtungen werden auf die Stahlkonstruktion als zweite Schicht aufgestrichen – und zwar auf den Korrosionschutzanstrich. Um den Farbton anzupassen, kann man auch eine dritte Schicht vom Decklack benutzen. Die Stahloberfläche muss man vor dem Anstreichen von Fett, Rost, Staub und anderen Unsauberkeiten befreien. Die Beschichtung an sich kann man mit einem Lackierpinsel, einer Rolle oder durchs Spritzen auftragen.